European Holocaust Research Infrastructure (EHRI)

European Holocaust Research Infrastructure (EHRI) bietet Zugang zu Informationen über Quellen zur Geschichte des Holocaust, die in Archiven in Europa und weltweit verwahrt werden.
Das Portal gliedert sich in die Bereiche „Länder“, „Archive“ und „Bestandsbeschreibungen“ und bietet neben einer Freitextsuche in den Metadaten auch Navigationsmöglichkeiten über ein kontrolliertes Vokabular (Thesaurus), Facetten und Filter.
Die Menüelemente und Suchergebnisse können in Englisch, Französisch, Deutsch und Polnisch angezeigt werden, die beschreibenden Texte zu den Archiven und Beständen sind allerdings nur in Englisch verfügbar. Begibt man sich auf die Ebene der Findmittel oder nimmt vor Ort Einsicht in die überlieferten Dokumente, sind ohnehin Kenntnisse der jeweiligen Landessprache und/oder der Sprache, in der die Quellen verfasst wurden, erforderlich.

Berliner Juden- und Dissidentenregister im GStA

Für die Recherche nach Lebensdaten von Personen, die vor Einführung der Standesämter keiner christlichen Amtskirche angehörten, sind sog. Juden- bzw. Dissidentenregister (auch „Personenaufschreibungen“) eine wichtige Quelle.
Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA) in Berlin-Dahlem verwahrt Ablichtungen solcher Register für Geburten, Eheschließungen und Todesfälle in Berlin für die Jahre 1812-1874.

VIII. HA, J1 (D)
Juden- und Dissidentenregister Berlin
69 AE, 1812-1874
Findbuch, 1 Bd.

Gefangenenkartei der Berliner Strafanstalten aus der NS-Zeit

Das Landesarchiv Berlin verwahrt Karteien von Inhaftierten der Berliner Strafanstalten Plötzensee, Tegel, Charlottenburg, Barnimstraße und des Untersuchungsgefängnisses Moabit aus den Jahren 1934/35 bis 1945.

Die Karteikarten enthalten biografische Angaben, Hinweise auf den Tatvorwurf bzw. das Delikt, Haftdauer und Verlegungen sowie Aktenzeichen der zuständigen Strafvollstreckungsbehörden. Sie sind somit eine wichtige Quelle zur Untersuchung von Weg und Verbleib von Gefangenen innerhalb des Haftsystems des NS-Staates.

Nach bewilligtem Antrag auf Schutzfristverkürzung zur Einsichtnahme in personenbezogene Unterlagen gemäß § 9, Abs. 3 ArchGB können diese Karteien nun in digitalisierter Form im Lesesaal des Landesarchivs genutzt werden.

–> weitere Informationen zu den einzelnen Beständen auf der Internetseite des Landesarchivs

Manuscriptorium

Das Digitalisierungsprojekt Manuscriptorium der tschechischen Nationalbibliothek bietet Zugang zu handschriftlichen und gedruckten Quellen zur böhmischen Geschichte in tschechischer, deutscher und lateinischer Sprache. Als „Zulieferer“ der Europeana bündelt es die historischen Sammlungen von 45 Institutionen wie Bibliotheken, Archive, Museen, Klöstern und Schlössern in und außerhalb Tschechiens. Die Nutzeroberfläche ermöglicht die Suche, Anzeige, Zusammenstellung sowie das Teilen von gemeinfreien Dokumenten.