Manuscripta Mediaevalia wird Handschriftenportal

Bibliotheken verfügen nicht selten über wertvolle Handschriftenbestände. Man sucht sie allerdings meist vergeblich, kennt man nicht bereits die Signatur aus der Sekundärliteratur oder einem gedruckten Register. Handschriftliche Bücher und andere Manuskripte sind im OPAC oft nicht nachgewiesen, da andere Regeln für ihre Katalogisierung gelten, die nur bedingt in übliche Formate passen.

Nicht viel einfacher ist die Recherche in speziellen Katalogen für Handschriften. Schließlich können bei diesen sehr heterogenen, unikaten Materialien gängige Suchkriterien wie Titel, Autor, Verlag, Erscheinungsjahr und Sachschlagwort nur begrenzt zur Anwendung kommen.

In der zentralen Nachweisdatenbank Manuscripta Mediaevalia kann man sich einen Überblick über Handschriftensammlungen im deutschsprachigen Raum verschaffen. Eine alphabetische Ortsliste führt zu Bibliotheken und gedruckten Sammlungsregistern, die z.T. im Volltext online zugänglich sind. Über ein Suchfeld kann nach einzelnen Manuskripten gesucht werden. Über die Trefferliste gelangt man zum Registereintrag, z.T. mit Initium/Incipit (den ersten Worten der Handschrift bzw. der Seite) und Nennung von Besonderheiten wie z.B. Illustrationen. Zum Teil ist auch eine ausführliche Beschreibung mit Literaturhinweisen, ein Transkript des Gesamttextes und ein Link zum Digitalisat verfügbar. Funktionalität, Design und Zugänglichkeit des Angebots sind aktualisierungsbedüftig. Ein Relaunch ist für 2021 geplant, die Projektseite des neuen –> Handschriftenportals ist bereits erreichbar.