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Tipp des Monats: Kartenarchiv des polnischen Militärgeographischen Instituts 1919-1939

Kartenausschnitt

Als Polen 1918 seine Unabhängigkeit zurückerlangte, musste ein ganzes Land topographisch neu erfasst werden. Ein militärgeographisches Institut (Wojskowy Instytut Geograficzny) wurde eingerichtet und mit der Aufgabe betraut, basierend auf dem von den Teilungsmächten für die polnischen Gebiete erstellten Kartenmaterials eine aktuelle, kohärente amtliche Kartographie zu entwickeln. 1939 war die Publikation aller 482 Karten für das Gebiet der Zweiten Polnischen Republik abgeschlossen. 280 Blätter für Gebiete benachbarter Staaten wie UdSSR, Litauen, Deutschland, der Tschechoslowakei und Rumänien waren dem internen Gebrauch vorbehalten.
Heute sind diese Karten eine wertvolle historische Quelle Vorkriegspolens. Sie können u.a. dabei helfen, auf aktuellen Karten nicht mehr verzeichnete Ortschaften zu lokalisieren oder frühere Bezeichnungen von Straßen und Gebäuden auf historischen Stadtplänen zu ermitteln.

Ein privates, nichtkommerzielles Projekt scannt das vom “WIG” erarbeitete Kartenmaterial und macht es frei im Internet zugänglich.

http://english.mapywig.org/

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Tipp des Monats: Datenbankprojekt Heiratsregister Posen 1835-1884

New York. Ellis Island
New York. Ellis Island. National Photo Company Collection No. 3163E (Library of Congress Prints and Photographs Division)

In Melderegistern und Passagierlisten von Auswandererschiffen wird die Herkunft deutscher, jüdischer oder polnischer Emigranten aus dem Gebiet der ehemaligen preußischen Provinz Posen meist nur mit “Posen” angegeben. Die Datenbank “Heiratsregister Posen 1835-1884″, die Angaben zu Eheschließungen aus Kirchenbüchern und standesamtlichen Unterlagen polnischer Archive und Mikrofilme aus der familiengeschichtlichen Bibliothek der Mormonen in Salt Lake City verzeichnet, hilft Familienforschern bei der Ermittlung des genauen Herkunftsortes ihrer in die USA, Australien etc. eingewanderten Vorfahren:
http://bindweed.man.poznan.pl/posen/search.php

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Tipp des Monats: Findbuch-Datenbank polnischer Archive IZA

Findbuchdatenbank Polnische Archive IZA

Daten aus Findbüchern zu Beständen polnischer Staatsarchive werden nach und nach über die zentrale Datenbank IZA (Inwentarze zespołów archiwalnych) zugänglich gemacht. So können die Findmittel einzelner Archive bzw. Bestände online nach in den Aktentiteln bzw. in der Dokumentenbeschreibung vorkommenden Stichworten (z.B. Personennamen, Ortschaften etc.) durchsucht werden. Unser Beispieldatensatz zeigt Informationen wie Archivnummer (53 = Staatsarchiv Posen/Poznań), Bestandsnummer (474 = Magistrat Posen/Poznań), Signatur (121), Aktentitel (ggf. mit Übersetzung), Laufzeit bzw. Datierung der Akte bzw. des Dokuments (1910) , Format (Mikrofilm), Sprache (niemiecki = deutsch).

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Tipp des Monats: Dehio-Handbücher, Reclams Kunstführer

Buchrücken Dehio Handbücher

Das um 1900 von Georg Dehio begründete Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler ist ein umfassendes Nachschlagewerk für Kunst- und Architekturinteressierte und ein kompakter, detaillierter Reiseführer für Erkundungen auch abseits ausgetretener Touristenpfade.

Die Reihe wird ständig erweitert und aktualisiert, das 19. Jahrhundert, die jüngere Moderne sowie technische Denkmäler sind inzwischen einbezogen worden. Ergänzt wurde das Handbuch zudem um geschichtliche Einleitungen zu den größeren Städten und Orten unter Berücksichtigung städtebaulicher und denkmalpflegerischer Aspekte. Übersichtskarten, Objekt-, Künstler-, Orts- bzw. Straßenregister sowie ein Fachglossar erleichtern die Benutzung.

Ein wenig handlicher, je nach Region und Auflage auch aktueller, aber leider nur noch antiquarisch erhältlich sind Reclams Kunstführer, die auch Informationen zu Museen und Sammlungen und zahlreiche Abbildungen enthalten.
Die zwischen 1958 und 1994 erschienene Reihe umfasst neben Regionen und Städten Deutschlands (ohne neue Bundesländer) auch Titel zu Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Spanien, Schweiz, Liechtenstein und der Türkei.

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Historische Adressbücher Posen/Poznan

Posen/Poznan: Bernhardinerkloster und Maria-Magdalenengymnasium

Historische Adressbücher sind eine wichtige Referenz für Regional-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie für die Familienforschung.
Bibliotheken und Archive erschließen diese Quelle zunehmend für die Online-Nutzung.
So sind zum Beispiel die Adressbücher Posen/Poznań in der Großpolnischen Digitalen Bibliothek recherchierbar. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von der preußischen Provinzhauptstadt Posen
(Adress- und Geschäfts- Handbuch der Stadt Posen 1879)
bis zur Wojewodschaftshauptstadt Poznań in der 2. Polnischen Republik
(Ksiega adresowa dla handlu-przemysłu-rzemiosła stoł. M. Poznania 1936/37)
Ergänzend können die in der Staatsbibliothek Berlin bzw. im Herder-Institut Marburg nachgewiesenen Bände sowie die Datenbank Adress-Kalendar von 1835 (Polish-Roots) herangezogen werden.

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Bestandsführer polnischer Staatsarchive in deutscher Übersetzung online

Angeregt durch eine aktuelle Rezension in den “Sehepunkten” möchten wir auf eine
Reihe von bei Oldenbourg erschienenen Übersetzungen von Bestandsführern polnischer Archive (Wrocław, Gdańsk, Szczecin) hinweisen.
Der Bestandsführer Staatsarchiv Stettin kann bereits frei im Internet eingesehen werden.
Nach Auskunft des Herausgebers, des Bundesinstitutes für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, folgt in Kürze die Tektonik der Staatsarchive Danzig und Breslau online.

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Ortslexikon Mittel- u. Osteuropa (19. Jh.)

Das fünfzehnbändige geografische Wörterbuch “Slownik geograficzny Krolestwa Polskiego i innych krajow slowianskich” (1880-1902) listet nicht nur nahezu sämtliche Ortschaften des historischen Polen und angrenzender Gebiete auf, sondern enthält auch Informationen über charakteristische Gebäude, konfessionelle Zusammensetzung der Einwohner, Zugehörigkeit zu Verwaltungsbezirken.
Die Polish Genealogical Society of America vertreibt eine CD-ROM-Ausgabe zu einem sehr günstigen Preis.
In Bibliotheken mit historischen Beständen und Archiven ist das “SG” in Original- oder Reprint-Ausgabe zu finden.

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Buch: Ahnen- und Familienforschung in Polen

Werner Żurek: Ahnen- und Familienforschung in Polen leichtgemacht:
Ein praktischer Ratgeber,Leitfaden und Forschungshilfe für Deutsche
und Polen, Frankfurt/Main 2000
Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis führt dem Leser schnell vor Augen, dass die Grundlagen der Familienforschung in einem ethnisch und religiös so heterogenen Gebiet wie dem früheren Polen nicht in wenigen Lektionen zu vermitteln sind.
Das Verständnis wird zusätzlich erschwert durch eine kaum verständliche Sprache und die fehlende Hierarchie der Gliederung. archivauskunft.de empfiehlt diesen Ratgeber, weil er viele wertvolle quellenkundliche Hinweise gibt. Hilfreich sind auch die Abbildungen
typischer Dokumente.
Inhalt:
Weiterlesen Buch: Ahnen- und Familienforschung in Polen

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genealogische Datenbank Pradziad

Wen die Beschäftigung mit der Vergangenheit in das Gebiet zwischen Oder und Bug führt, dem kann die polnischsprachige Datenbank Pradziad helfen, historischen Quellen verschiedenster Art auf die Spur zu kommen. Wir haben eine Anleitung in deutscher Sprache erarbeitet, um dieses Findmittel einem breiteren Nutzerkreis zugänglich zu machen:
Anleitung zur Benutzung der genealogischen Datenbank “Pradziad”
(PDF)

PRADZIAD

Datenbank zum Auffinden von Kirchenbüchern, Gemeinderegistern, standesamtlichen Dokumenten in polnischen Staatsarchiven. Sie ist besonders geeignet für genealogische Forschungen.

1. Name des Ortes wo das Standesamt bzw. die Religionsgemeinde vermutet wird
(nicht immer identisch mit Geburts- bzw. Wohnort) Die Eingabe nichtpolnischer Ortsnamen funktioniert hier nur, wenn der Ort heute nicht auf polnischem Territorium liegt. Ortsnamenskonkordanzen Polnisch-Deutsch / Deutsch-Polnisch gibt es im Internet, in wissenschaftlichen Bibliotheken und Archiven.
2. Name der Verwaltungseinheit (Gemeinde, Kreis) zu der die Ortschaft vor dem Krieg gehörte
-> Wie 1.. am besten entweder 1 oder 2 freilassen, das erhöht die Trefferquote!
3. Name der Wojewodschaft bzw. des Regierungsbezirkes, wo sich die gesuchte Ortschaft zwischen 1975-1998 bzw. 1918-1939 befand
Hier muss ein historischer Atlas bzw. eine ältere Polen-Karte (vor der jüngsten Verwältungsreform 1998) zu Rate gezogen werden. Bei Weglassung der Adjektivendung -skie kann in den meisten Fällen auf den Ortsnamen geschlossen werden.
4. Bekenntnis / Religion

  • wszystkie
  • evangelickie
  • greckokatolickie
  • mennonickie
  • mieszana
  • mojżeszowe
  • rnuzulmanskie
  • prawosławne
  • rzymskokatolickie
  • urzÄd stanu cywilnego
  • alle
  • evangelisch
  • griechisch-katholisch
  • Mennoniten
  • gemischt
  • mosaisch, jüdisch
  • muslimisch
  • orthodox
  • römisch-katholisch
  • Standesamt

5. aktenkundlich gewordenes Ereignis:

  • wszystkie
  • chrzyty
  • inne
  • komunikujÄcy
  • konfirmacje
  • konwertyci
  • rozwody
  • rcdzenia
  • wsiepienia do obrzÄdku
  • wystÄpienia do obrzÄdku
  • zqony
  • Taufen
  • Sonstiges
  • Kommunion
  • Konfirmation
  • Übertritte (in und aus and. Relgionsgem.)
  • Scheidungen
  • Geburten
  • Eintritte (in die Religionsgemeinschaf)
  • Austritte
  • Sterbefälle

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