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Tipp des Monats: Thesaurus professionum (THEPRO)

Der NestlerDer Thesaurus Professionum verzeichnet derzeit ca. 23.000 historische Berufsbezeichnungen aus Leichenpredigten und sonstigen Quellen der Frühen Neuzeit in hessischen, sächsischen, schlesischen und thüringischen Bibliotheken und Archiven.

Illustration: Amman, Jost, Sachs, Hans:
Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden,
hoher und nidriger, geistlicher und weltlicher,
aller Künsten, Handwercken und Händeln …
Durch d. weitberümpten Hans Sachsen gantz fleissig beschrieben u. in teutsche Reimen gefasset, Frankfurt am Mayn: Feyerabend 1568
Bildnachweis: http://www.digitalis.uni-koeln.de/

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Tipp des Monats: Findbuch-Datenbank polnischer Archive IZA

Findbuchdatenbank Polnische Archive IZA

Daten aus Findbüchern zu Beständen polnischer Staatsarchive werden nach und nach über die zentrale Datenbank IZA (Inwentarze zespołów archiwalnych) zugänglich gemacht. So können die Findmittel einzelner Archive bzw. Bestände online nach in den Aktentiteln bzw. in der Dokumentenbeschreibung vorkommenden Stichworten (z.B. Personennamen, Ortschaften etc.) durchsucht werden. Unser Beispieldatensatz zeigt Informationen wie Archivnummer (53 = Staatsarchiv Posen/Poznań), Bestandsnummer (474 = Magistrat Posen/Poznań), Signatur (121), Aktentitel (ggf. mit Übersetzung), Laufzeit bzw. Datierung der Akte bzw. des Dokuments (1910) , Format (Mikrofilm), Sprache (niemiecki = deutsch).

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Tipp des Monats: hebräische Grabinschriften

Grabstein
פ”נ Hier ist geborgen
הישה הישרה והנכבדה Die redliche und geehrte Frau
מרת Frau
פיגלכא Vögelchen
אשת כ’ אברהם גרינטהאל Ehefrau des geehrten Abraham Grünthal
ז”ל sel.A.
נפטרה ביום א’ ר”ח סיון sie verschied am Sonntag, Vorabend des Neumonds von Sivan
ונקברה ביום ב’ ב’ בו תר”ז לפ”ק und wurde begraben am Montag, 2. des Monats (im Jahr) 607 nach der kleinen Zählung
תנצב”ה Ihre Seele sei eingebunden im Bund des Lebens

Unser Beispiel aus der Projektdatenbank “Jüdische Friedhöfe in Brandenburg” zeigt eine typische hebräische Grabinschrift. Die Lebensdaten, in der Regel nur das Sterbedatum, werden nach dem jüdischen Kalender angegeben, nach dessen Zählung von der Erschaffung der Welt an das Jahr 5769 gerade begonnen hat. Die 5000 wird nach der sog. “kleinen Zählung” weggelassen. Durch Addition der Zahlenwerte der einzelnen Buchstaben in der Schreibrichtung von rechts nach links (400+200+7) ergibt sich für unser Beispiel das jüdische Sterbejahr 607. Das bürgerliche (gregorianische) Jahr ergibt sich durch Addition der “kleinen Zählung” mit 1240, also 1847.

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Tipp des Monats: 2cyr.com: Online-Konverter Kyrillisch-Latein

Eingabemaske Konverter Screenshot

In Bibliothekskatalogen und Datenbanken ist die Verwaltung nichtlateinischer Schriften je nach Zeichenkodierung oft nur in Transliteration möglich.
Der Online-Konverter 2cyr.com bietet die Möglichkeit, Umschriften ins Kyrillische (und umgekehrt) umzuwandeln und dabei einzelne Zeichen für die jeweilige Zielsprache individuell festzulegen.
Mangels eineindeutiger Zeichenzuordnung ist die Umwandlung bibliographischer Daten ins Originalschriftliche oft problematisch, man kann jedoch die 2cyr.com - Bildschirmtastatur für Suchanfragen in kyrillisch oder unicode-kodierten Katalogen, bibliographischen Datenbanken und Suchmaschinen nutzen und die Daten von dort in das eigene Literaturverwaltungs- bzw. Textverarbeitungsprogramm übernehmen.

Anpassung der Umschrift an das Transliterationssystem
individuelle Anpassung der Umschrift für jedes einzelne Zeichen

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Tipp des Monats: Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA)

Titelblatt einer Naumburger Leichenpredigt Personalschriften, die zu Anlässen wie Geburtstag, Taufe, Hochzeit, Amtseinführung, Jubiläen oder Tod verfasst und publiziert wurden, bilden eine einzigartige biographische Quelle. Gedruckte Leichenpredigten für Adelige, Bürger, Amts- und Würdenträger erlebten ihre Blütezeit im protestantischen Kulturraum in der Zeit zwischen 1550 und 1750, im deutschen Sprachraum sind etwa 250.000 dieser Schriften überliefert. Die Forschungsstelle für Personalschriften an der Philipps-Universität Marburg ermittelt und erschließt sie im Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA) und erarbeitet eine Bibliographie zur Leichenpredigten-Literatur

Bild: Titelblatt der Leichenpredigt für Samuel Sultze aus Naumburg, aus dem Titelblattkatalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Universitätsbibliothek Wroclaw/Breslau , Sign. 421542

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Tipp des Monats: Pictura Paedagogica Online

Die Entdeckung Amerikas

Die Entdeckung von Amerika. - Kupferstich ; koloriert ; 65 x 101 mm. - Original. In: Der Mensch von Anbeginn bis auf unsre Zeiten : Ein höchst nützliches und unterhaltendes Bilderbuch für wißbegierige und fleißige Knaben und Mädchen, die einst brave und glückliche Bürger und Bürgerinnen werden wollen / Hempel, Friedrich Wilhelm. - Leipzig, 1809 = [1809]. - S. 174/175, Pictura Paedagogica Online, Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, IDN=b0014875berl

Das bildungsgeschichtliche Bildarchiv Pictura Paedagogica - ein Gemeinschaftsprojekt der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung mit der Universität Hildesheim, verzeichnet und erschließt Illustrationen des 15.-20. Jh. aus Kinder- und Schulbüchern, Bibeln und Atlanten, illustrierten Zeitschriften und Postkarten.
Holzschnitte, Kupfer- und Stahlstiche, auch Fotografien können nach Titel, Personen, Quellen, Zeiträumen und Schlagworten recherchiert und für nichtkommerzielle Zwecke mit Angabe der Quelle weiterverwendet werden. Für die Print-Publikation besteht die Möglichkeit der Onlinebestellung hochauflösender Reproduktionen.

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Quellen- und Literaturverwaltung mit Litlink

LitLink3
Vorschau auf die Browserfunktion von Lit-Link 3.0

In den letzten Jahren ist das Angebot von Software zur Literaturverwaltung vielfältiger, aber auch unübersichtlicher geworden. Qualitätskriterien sind u.a. intuitive Bedienbarkeit, vielseitige Import- und Exportmöglichkeiten, Flexibilität, Kompatibilität mit anderen Systemen, Support, gute Netzanbindung - aber auch Unabhängigkeit vom Internetanschluss.
Eine wesentliche Rolle bei der Auswahl einer passenden Software spielen individuelle Bedürfnisse. Auf jeden Fall ist es ratsam, verschiedene Programme zu testen. Bei der Arbeit im Archiv bewährt sich Lit-Link - ein zweidimensionaler Zettelkasten zur Verwaltung von bibliographischen Daten, Transkripten aus Archivalien, Notizen, Dateien und Medien aller Art, Informationen über Autoren, Institutionen etc. Die Verknüpfungsmöglichkeiten sind im Vergleich zu anderen Programmen nahezu unbegrenzt. In Kürze erscheint die Version 3.0!

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Bundesarchiv: Gedenkbuch online

Seit dem 14.12.2007, ist das “Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945″ auf der Internetseite des Bundesarchivs zugänglich. Die Daten aus der 2006 vorgestellten 2. Auflage können nun online recherchiert und unter Einbeziehung von Nutzerhinweisen laufend ergänzt und aktualisiert werden. Hinzugekommen sind u.a. Daten zu in Deutschland lebenden Juden polnischer Staatsbürgerschaft, die 1938/39 im Rahmen der sog. “Polenaktion” nach Polen zwangsausgewiesen wurden. Chronologien der Deportationen aus dem Deutschen Reich, Belgien, den Niederlanden und Frankreich, eine Auswahlbibliographie sowie Hintergrundinformationen zur Quellenbasis des Projektes ergänzen das Angebot.

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Historische Adressbücher Posen/Poznan

Posen/Poznan: Bernhardinerkloster und Maria-Magdalenengymnasium

Historische Adressbücher sind eine wichtige Referenz für Regional-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie für die Familienforschung.
Bibliotheken und Archive erschließen diese Quelle zunehmend für die Online-Nutzung.
So sind zum Beispiel die Adressbücher Posen/Poznań in der Großpolnischen Digitalen Bibliothek recherchierbar. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von der preußischen Provinzhauptstadt Posen
(Adress- und Geschäfts- Handbuch der Stadt Posen 1879)
bis zur Wojewodschaftshauptstadt Poznań in der 2. Polnischen Republik
(Ksiega adresowa dla handlu-przemysłu-rzemiosła stoł. M. Poznania 1936/37)
Ergänzend können die in der Staatsbibliothek Berlin bzw. im Herder-Institut Marburg nachgewiesenen Bände sowie die Datenbank Adress-Kalendar von 1835 (Polish-Roots) herangezogen werden.

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Litdok - bibliographische Datenbank Mittel- und Osteuropa

Aktuelle Forschungsergebnisse werden vor allem in Fachzeitschriften und Sammelbänden publiziert und kommuniziert. In herkömmlichen Online-Katalogen werden einzelne Aufsätze aber in der Regel nicht erfasst.
Aufsatzdatenbanken sind meist kostenpflichtig bzw. nur einem beschränkten Nutzerkreis zugänglich. Eines der wenigen frei zugänglichen Angebote in diesem Bereich erarbeitet das Herder-Institut Marburg mit Litdok, einer bibliographischen Datenbank zur Geschichte
Ostmitteleuropas. Die Suchmaske in 10 Sprachversionen und die ebenfalls multilinguale Verschlagwortung machen eine komfortable Recherche nach Publikationen aus verschiedenen Ländern möglich.

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JewishGen Internet-Friedhofsregister weltweit

 

Ein weiteres Projekt von JewishGen mit dem Titel Online Worldwide Burial Registry (JOWBR) widmet sich der Erfassung genealogischer Daten aus Grabinschriften und Sterberegistern. In der Datenbank kann nach Name und Region gesucht werden, man erhält mehr oder weniger vollständige Informationen zu Lebensdaten und Familienangehörigen der gesuchten Person, ggf. auch ein Foto der Grabplatte.
JewishGen hilft ferner bei der Übersetzung bzw. Transliteration von hebräischen Inschriften. Nähere Informationen zu einzelnen Friedhöfen bietet darüber hinaus das International Jewish Cemetery Project, das sich den möglichst vollständigen Nachweis jüdischer Friedhöfe weltweit zum Ziel gesetzt hat.

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Deutsches Rechtswörterbuch online

Das Deutsche Rechtswörterbuch (DRW) ist ein historisches Wörterbuch der Rechtsbegriffe vom Beginn der schriftlichen Überlieferung bis etwa 1800.
Die Online-Version umfasst das Wörterbuch selbst mit Einträgen von (derzeit) Aachenfahrt bis Recht und drei weitere Referenzdatenbanken.
Die Einträge enthalten jeweils den Rechtsbegriff, eine knappe Erklärung seiner Bedeutung und Auszüge aus Quellen, in denen er erscheint.
Nachtrag: aktuelle Rezension bei HSozKult

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