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Schlesisches Museum Kattowitz (Katowice)

Foto: Wikimedia Commons

Die oberschlesische Industriestadt Kattowitz (poln. Katowice) erlebte in der Zeit zwischen den Weltkriegen einen regelrechten Bauboom. Die Hauptstadt der nach der Angliederung an Polen neu gebildeten Autonomen Woiwodschaft Schlesien verlangte nach repräsentativen Gebäuden und einer nationalen Neuinterpretation regionaler Geschichte. Ein zentrales Projekt war Karol Schayers Schlesisches Museum (Muzeum Śląskie), das noch vor seiner Fertigstellung im September 1939 von den deutschen Okkupationstruppen als Symbol des Polentums zerstört wurde.

1984 neugegründet, residierte das Schlesische Museum zunächst im ehemaligen Grand Hotel Wiener, da der ursprüngliche Standort des Schayer-Baus anderweitig bebaut war. 2007 gewann das Grazer Büro Riegler Riewe den Wettbewerb für einen Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Katowice“.

Am vergangen Freitag (26. Juli 2015) wurde das neue Schlesische Museum mit großem Besucheransturm eröffnet.

Literatur:

 

 

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