Berlin Document Center im Bundesarchiv

Das Berlin Document Center (BDC) wurde nach Kriegsende von der US-Armee in Berlin als Sammellager von beschlagnahmten Dokumenten aus der NS-Zeit zur Vorbereitung der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse und der Entnazifizierung aufgebaut.
1996 wurden die Unterlagen des ehemaligen BDC in der neuen Liegenschaft des Bundesarchivs in Berlin-Lichterfelde mit den Beständen der Abteilung Deutsches Reich zusammengeführt.
Neben der Zentralen Mitgliederkartei der NSDAP können dort u. a. Personenakten des Rasse- und Siedlungshauptamtes sowie Personalunterlagen von SS- und SA-Angehörigen recherchiert werden.
Aufgrund der Erfahrungen mit an uns gerichteten diesbezüglichen Anfragen scheint es sinnvoll, auf den Artikel von B. Heusterberg über personenbezogene NS-Unterlagen und deren Benutzung hinzuweisen

Sonderarchiv Moskau

Unser Tipp für den Monat April ist die deutschsprachige Seite sonderarchiv.de zum „Sonderarchiv Moskau“.
Das erst seit 1990 öffentlich zugängliche Russische Staatliche Militärarchiv ist aufgrund der hohen Zahl an Archivalien deutscher, österreichischer und französischer Provenienz auch für nichtrussische Historiker von hohem Interesse.
Die von uns empfohlene Seite bietet eine ständig aktualisierte Bestandsübersicht (Archivbenutzer werden aufgefordert, selbst erarbeitete Aktenverzeichnisse beizusteuern), ein Literaturverzeichnis, Bestimmungen zur Einreise nach Russland, Informationen zu örtlichen Gegebenheiten sowie die Übersetzung von Benutzungs- und Gebührenordnung.
Eine sinnvolle Initiative, die Schule machen sollte!

Grotefend (Taschenbuch der Zeitrechung) online

Der vorangegangene 29. Februar führt es vor Augen: Die Zeitrechnung ist ein komplexes Problem.
Der Historiker wird mit Begriffen wie Julianischer bzw. Gregorianischer Kalender, goldene Zahl, Sonntagsbuchstabe oder Ostervollmond konfrontiert. Statt auf Tag und Monat bezieht man sich in frühneuzeitlichen Chroniken auf Festtage längst vergessener oder nur in bestimmten Regionen bekannter Heiliger.
Abhilfe schafft seit 1898 das Taschenbuch der Zeitrechnung des Archivrats Hermann Grotefend. Inzwischen kann man sich auch online über Römischen – und Revolutionskalender sowie die Regierungszeiten von Päpsten, Kaisern und Königen informieren.

Update (30.9.2013) Offenbar wurde das Angebot eingestellt. Die digitale „Biblioteka Elblaska“ bietet Zugriff auf eine zweibändige Ausgabe im DjVu-Format:

Buch: Ahnen- und Familienforschung in Polen

Werner Żurek: Ahnen- und Familienforschung in Polen leichtgemacht:
Ein praktischer Ratgeber,Leitfaden und Forschungshilfe für Deutsche
und Polen, Frankfurt/Main 2000
Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis führt dem Leser schnell vor Augen, dass die Grundlagen der Familienforschung in einem ethnisch und religiös so heterogenen Gebiet wie dem früheren Polen nicht in wenigen Lektionen zu vermitteln sind.
Das Verständnis wird zusätzlich erschwert durch eine kaum verständliche Sprache und die fehlende Hierarchie der Gliederung. archivauskunft.de empfiehlt diesen Ratgeber, weil er viele wertvolle quellenkundliche Hinweise gibt. Hilfreich sind auch die Abbildungen
typischer Dokumente.
Inhalt:
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