Dr. Jürgen Udolph – Namenskunde im Radio

Viele bei uns eingehende Anfragen zeugen von starkem Interesse für die Bedeutung des eigenen Familiennamens. Als Tipp für den Monat August haben wir die in dieser Hinsicht überaus informative Internetseite des Sprachwissenschaftlers Dr. Jürgen Udolph ausgewählt. Er beantwortet wochentags namenskundliche Fragen im Rahmen der Sendung „Radio Eins am Vormittag“ (Berlin-Brandenburg Kabel 99,95, Antenne 95,8).
Wenn man Forschungen auf eigene Faust anstellen möchte, ist Dr. Udolphs Literaturliste ein guter Wegweiser. Sie enthält auch Links zu Websites, die die Streuung von Familiennamen in einzelnen Ländern anzeigen.

Ortslexikon Mittel- u. Osteuropa (19. Jh.)

Das fünfzehnbändige geografische Wörterbuch „Slownik geograficzny Krolestwa Polskiego i innych krajow slowianskich“ (1880-1902) listet nicht nur nahezu sämtliche Ortschaften des historischen Polen und angrenzender Gebiete auf, sondern enthält auch Informationen über charakteristische Gebäude, konfessionelle Zusammensetzung der Einwohner, Zugehörigkeit zu Verwaltungsbezirken.
Die Polish Genealogical Society of America vertreibt eine CD-ROM-Ausgabe zu einem sehr günstigen Preis.
In Bibliotheken mit historischen Beständen und Archiven ist das „SG“ in Original- oder Reprint-Ausgabe zu finden.

Biographisches Handbuch der Rabbiner

Der Anfang des Jahres erschienene erste Teil des „Biographischen Handbuches der Rabbiner“ bezieht sich auf Mitteleuropa zwischen 1781–1871.
Den ca. 2000 biographischen Artikeln zu den einzelnen Rabbinern sind für den verhältnismäßig kurzen Bearbeitungszeitraum des Bandes erstaunlich umfangreiche bibliographische Hinweise zu Primär- und Sekundärquellen beigefügt.
Diese Angaben können über ihren Informationswert bezüglich der Einzelbiographien hinaus z. B. über das Ortsregister Einstiegswege in das Quellenstudium zu verschiedensten Aspekten jüdischer Geschichte in der betreffenden Periode und Region aufzeigen.
-> Zur Verlagsankündigung

Berlin Document Center im Bundesarchiv

Das Berlin Document Center (BDC) wurde nach Kriegsende von der US-Armee in Berlin als Sammellager von beschlagnahmten Dokumenten aus der NS-Zeit zur Vorbereitung der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse und der Entnazifizierung aufgebaut.
1996 wurden die Unterlagen des ehemaligen BDC in der neuen Liegenschaft des Bundesarchivs in Berlin-Lichterfelde mit den Beständen der Abteilung Deutsches Reich zusammengeführt.
Neben der Zentralen Mitgliederkartei der NSDAP können dort u. a. Personenakten des Rasse- und Siedlungshauptamtes sowie Personalunterlagen von SS- und SA-Angehörigen recherchiert werden.
Aufgrund der Erfahrungen mit an uns gerichteten diesbezüglichen Anfragen scheint es sinnvoll, auf den Artikel von B. Heusterberg über personenbezogene NS-Unterlagen und deren Benutzung hinzuweisen