Ortslexikon Mittel- u. Osteuropa (19. Jh.)

Das fünfzehnbändige geografische Wörterbuch „Slownik geograficzny Krolestwa Polskiego i innych krajow slowianskich“ (1880-1902) listet nicht nur nahezu sämtliche Ortschaften des historischen Polen und angrenzender Gebiete auf, sondern enthält auch Informationen über charakteristische Gebäude, konfessionelle Zusammensetzung der Einwohner, Zugehörigkeit zu Verwaltungsbezirken.
Die Polish Genealogical Society of America vertreibt eine CD-ROM-Ausgabe zu einem sehr günstigen Preis.
In Bibliotheken mit historischen Beständen und Archiven ist das „SG“ in Original- oder Reprint-Ausgabe zu finden.

Biographisches Handbuch der Rabbiner

Der Anfang des Jahres erschienene erste Teil des „Biographischen Handbuches der Rabbiner“ bezieht sich auf Mitteleuropa zwischen 1781–1871.
Den ca. 2000 biographischen Artikeln zu den einzelnen Rabbinern sind für den verhältnismäßig kurzen Bearbeitungszeitraum des Bandes erstaunlich umfangreiche bibliographische Hinweise zu Primär- und Sekundärquellen beigefügt.
Diese Angaben können über ihren Informationswert bezüglich der Einzelbiographien hinaus z. B. über das Ortsregister Einstiegswege in das Quellenstudium zu verschiedensten Aspekten jüdischer Geschichte in der betreffenden Periode und Region aufzeigen.
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Berlin Document Center im Bundesarchiv

Das Berlin Document Center (BDC) wurde nach Kriegsende von der US-Armee in Berlin als Sammellager von beschlagnahmten Dokumenten aus der NS-Zeit zur Vorbereitung der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse und der Entnazifizierung aufgebaut.
1996 wurden die Unterlagen des ehemaligen BDC in der neuen Liegenschaft des Bundesarchivs in Berlin-Lichterfelde mit den Beständen der Abteilung Deutsches Reich zusammengeführt.
Neben der Zentralen Mitgliederkartei der NSDAP können dort u. a. Personenakten des Rasse- und Siedlungshauptamtes sowie Personalunterlagen von SS- und SA-Angehörigen recherchiert werden.
Aufgrund der Erfahrungen mit an uns gerichteten diesbezüglichen Anfragen scheint es sinnvoll, auf den Artikel von B. Heusterberg über personenbezogene NS-Unterlagen und deren Benutzung hinzuweisen

Sonderarchiv Moskau

Unser Tipp für den Monat April ist die deutschsprachige Seite sonderarchiv.de zum „Sonderarchiv Moskau“.
Das erst seit 1990 öffentlich zugängliche Russische Staatliche Militärarchiv ist aufgrund der hohen Zahl an Archivalien deutscher, österreichischer und französischer Provenienz auch für nichtrussische Historiker von hohem Interesse.
Die von uns empfohlene Seite bietet eine ständig aktualisierte Bestandsübersicht (Archivbenutzer werden aufgefordert, selbst erarbeitete Aktenverzeichnisse beizusteuern), ein Literaturverzeichnis, Bestimmungen zur Einreise nach Russland, Informationen zu örtlichen Gegebenheiten sowie die Übersetzung von Benutzungs- und Gebührenordnung.
Eine sinnvolle Initiative, die Schule machen sollte!