Nachweis von Fachdatenbanken

Online-Kataloge von Bibliotheken weisen überwiegend Titel selbstständiger Publikationen nach. Der wissenschaftliche Diskurs wird jedoch vorrangig in Fachzeitschriften geführt.
Bei der Suche nach Aufsätzen können Datenbanken wie z. B. die Historical Abstracts herangezogen werden.
Bibliotheken erwerben Zugriffslizenzen für solche elektronischen Ressourcen, welche die Nutzung an Einzelarbeitsplätzen vor Ort bzw. für einen klar abzugrenzenden Nutzerkreis über ein Campusnetz erlauben.
Das Datenbank-Infosystem (DBIS) bietet einen Überblick über frei im Netz zugängliche und lizenzpflichtige Fachdatenbanken.
Eine ausführliche Beschreibung und Bewertung dieses Angebotes der Universitätsbibliothek Regensburg bietet das Kommunikationsforum H-Soz-Kult

Zedlers Lexikon online

Bei der Auswertung historischer Quellen sind die 68 Bände von Zedlers Lexikon ein unverzichtbares Hilfsmittel.
Das Nachschlagen in den schweren, in Schweinsleder gebundenen Folianten in der würdigen Stille des Lesesaales ist ohne Zweifel ein sinnliches Vergnügen.
Für jene, die keine große Bibliothek in der Nähe haben, liegt nun als Ergebnis eines Digitalisierungsprojektes der Bayerischen Staatsbibliothek die wichtigste
deutsche Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts online vor. Die einzelnen Seiten sind über Verknüpfungen mit den Stichwörtern zwar nur im Grafikformat zugänglich, der gesamte Text wurde jedoch indexiert und so eine komfortable Suche ermöglicht.

Yad-Vashem Datenbank online

Seit 22. November ist die Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem im Netz recherchierbar. Bisher wurden Informationen zu ca. 3,2 Millionen Opfern des Völkermords an den europäischen Juden erfasst.
Bereits vorhandene Einträge können ergänzt sowie Neueinträge angeregt werden.
Die erweiterte Suche ermöglicht durch flexible Eingabe und interne Verknüpfung das Auffinden verschiedenster Namensvarianten und -schreibweisen.

Berliner Adressbücher

Die historischen Berliner Adressbücher (erschienen seit 1799 mit Lücken bis 1943) sind eine wichtige biographische und topographische Quelle.
Sie können gebührenfrei online oder als Mikrofiche u.a. in der Staatsbibliothek und im Zentrum für Berlin-Studien der ZLB, hier in Berlin-Mitte eingesehen
werden.
Neben den unter einer bestimmten Adresse gemeldeten Haushaltsvorständen,
Gewerben, öffentlichen Einrichtungen etc. erfährt man auch den Verwaltungs-,
Amtsgerichts-, Postzustell- bzw. Finanzamtsbezirk einer konkreten Adresse als Grundlage für weiterführende Recherchen.