Namensverzeichnisse Berliner Standesämter

Das Landesarchiv Berlin hat jüngst die Namensverzeichnisse zu den Personenstandsregistern der Berliner Standesämter digitalisiert und online verfügbar gemacht.

Die Vielzahl von Kirchgemeinden und (seit 1874) Standesämtern  erschweren die Familienforschung in Metropolen wie Berlin. Ist die Adresse der gesuchten Person bzw. Familie bekannt oder kann mit Hilfe der Berliner Adressbücher ermittelt werden, helfen Übersichten wie z.B. bei GenWiki bei der Zuordnung des zuständigen Standesamtes für das entsprechende Jahr. Allerdings erfolgte nicht in jedem Fall die Beurkundung von Geburt, Heirat oder Tod am Wohnort, sondern z.B. auch in der Nähe des Krankenhauses, wo die Person geboren wurde oder starb.

Die Digitalisierung erleichtert die Recherche erheblich und schont die Originaldokumente. Ein Archivbesuch erübrigt sich in vielen Fällen: Wurde die Urkundennummer im Namensverzeichnis ermittelt, kann direkt beim Archiv eine Kopie bestellt werden.

 

NSDAP-Mitgliederkartei digitalisiert

Die Digitalisierung der insgesamt ca. 12,7 Millionen Karteikarten der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv ist nun abgeschlossen.
Da der Zugang durch datenschutzrechtliche Bestimmungen beschränkt ist und die Digitalisate lediglich durch eine grobe alphabetische Indexierung erschlossen sind, ändert sich für die Nutzung zunächst wenig. Das „Durchblättern“ der Kartei im Lesesaal kann nun wahlweise am PC oder an Lesegeräten für Mikroformen erfolgen.

Wünschenswert wäre eine Verschlagwortung der einzelnen Dokumente bzw. eine Verknüpfung mit Geodaten, um die durch die Umsortierung der Ortsgruppenkartei im Rahmen der NS-Prozesse und Entnazifizierungsverfahren verloren gegangene regionale Zuordnung zu ermöglichen.

Die Kartei, die zu ca. 80% erhalten ist, enthält knappe, formalisierte Angaben wie Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, Beruf, Mitgliedsnummer, Datum des Aufnahmeantrages, Eintrittsdatum, ggf. Beendigung der Mitgliedschaft, Adressänderungen, ein Passfoto. Auskünfte zu einzelnen Personen erteilt das Bundesarchiv auf Antrag. Für die Nutzung des Bestandes vor Ort ist eine vorherige Klärung der Zugangsberechtigung erforderlich.

Die National Archives in College Park (US-Bundesstaat Maryland) verfügen über eine Mikrofilmkopie des gesamten Materials.

 

Hugenottentag in Magdeburg

Vom 23. bis zum 25. Juni 2017 richtet die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Evangelisch-reformierten Gemeinde Magdeburg den 50. Deutschen Hugenottentag aus.
Magdeburg beherbergte einst die zweitgrößte Hugenottenkolonie im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die im Dreißigjährigen Krieg schwer zerstörte und zudem durch eine Pestepidemie stark entvölkerte Stadt Magdeburg war Zuflucht für Hugenotten, Wallonen aus Mannheim sowie Pfälzer im Kurfürstentum Brandenburg.
Die dreitägige Veranstaltung mit Vorträgen, Exkursionen und einem Festgottesdienst richtet sich an alle der Geschichte der Hugenotten Interessierten sowie Nachfahren aus dem In- und Ausland.

–> Programmflyer

 

Bildarchiv Austria und Lösung des Adventsrätsels

Bei der Suche nach einer passenden Illustration für unser letztes Adventsrätsel wurden wir im „Bildarchiv Austria“ fündig.
Die Sammlung historischer Bildbestände der Österreichischen Nationalbibliothek umfasst u.a. Porträts, Architekturfotografie, zeithistorische Dokumente, Alltagsbilder und graphische Werke. Das Personenschlagwort „Martin Luther“ listet allein 224 Treffer, vorwiegend Porträts.
Für die Recherche nach Fotografien und künstlerischen Darstellungen von Personen sind solche Online-Bildquellen sehr hilfreich, einige stellten wir bereits in unseren „Tipps des Monats“ vor. Bei Wikimedia Commons sind derzeit 13 Bilder als „Martin Luther“ und „Statues“ indexiert, davon allerdings nur zwei in einem Nachbarland Deutschlands.
Der Wikipedia-Artikel „Lutherdenkmal“ mit der Liste „Lutherdenkmäler in Mitteleuropa“ und zahlreichen Abbildungen führt schließlich zur Lösung:

Bielsko-Biala – Polen – Buch
Sessenheim – Frankreich – Buch
Aš – Tschechien – Linke Brust
Kopenhagen- Dänemark – Seite