Adventsrätsel: Kanaldeckel-Heraldik

Die Geschichte der Kanalisation lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Die 1874 begründeten Berliner Anlagen zur Regen- Schmelz und Abwasserentsorgung umfassen heute fast 10 000 Kanalmeter.  Vom verzweigten Netz unterirdischer Wasserwege zeugen teils schlicht-funktionale, teils mit Wappen oder Sehenswürdigkeiten verzierte Abdeckungen der die Ober- mit der Unterwelt verbindenden Wartungsschächte – im Stadtgebiet nach Auskunft der Berliner Wasserbetriebe allein 243 894 Stück.

In unserem diesjährigen Adventsrätsel bitten wir um Herkunftsbestimmung der weiter unten abgebildeten Kanaldeckel.

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 1. Januar 2018, 24.00 MEZ an buero@archivauskunft.de.

Der/die Gewinner(in) hat freie Wahl im aktuellen Angebot der raubdruckerin.

Manuscriptorium

Das Digitalisierungsprojekt Manuscriptorium der tschechischen Nationalbibliothek bietet Zugang zu handschriftlichen und gedruckten Quellen zur böhmischen Geschichte in tschechischer, deutscher und lateinischer Sprache. Als „Zulieferer“ der Europeana bündelt es die historischen Sammlungen von 45 Institutionen wie Bibliotheken, Archive, Museen, Klöstern und Schlössern in und außerhalb Tschechiens. Die Nutzeroberfläche ermöglicht die Suche, Anzeige, Zusammenstellung sowie das Teilen von gemeinfreien Dokumenten.

Namensverzeichnisse Berliner Standesämter

Das Landesarchiv Berlin hat jüngst die Namensverzeichnisse zu den Personenstandsregistern der Berliner Standesämter digitalisiert und online verfügbar gemacht.

Die Vielzahl von Kirchgemeinden und (seit 1874) Standesämtern  erschweren die Familienforschung in Metropolen wie Berlin. Ist die Adresse der gesuchten Person bzw. Familie bekannt oder kann mit Hilfe der Berliner Adressbücher ermittelt werden, helfen Übersichten wie z.B. bei GenWiki bei der Zuordnung des zuständigen Standesamtes für das entsprechende Jahr. Allerdings erfolgte nicht in jedem Fall die Beurkundung von Geburt, Heirat oder Tod am Wohnort, sondern z.B. auch in der Nähe des Krankenhauses, wo die Person geboren wurde oder starb.

Die Digitalisierung erleichtert die Recherche erheblich und schont die Originaldokumente. Ein Archivbesuch erübrigt sich in vielen Fällen: Wurde die Urkundennummer im Namensverzeichnis ermittelt, kann direkt beim Archiv eine Kopie bestellt werden.

 

NSDAP-Mitgliederkartei digitalisiert

Die Digitalisierung der insgesamt ca. 12,7 Millionen Karteikarten der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv ist nun abgeschlossen.
Da der Zugang durch datenschutzrechtliche Bestimmungen beschränkt ist und die Digitalisate lediglich durch eine grobe alphabetische Indexierung erschlossen sind, ändert sich für die Nutzung zunächst wenig. Das „Durchblättern“ der Kartei im Lesesaal kann nun wahlweise am PC oder an Lesegeräten für Mikroformen erfolgen.

Wünschenswert wäre eine Verschlagwortung der einzelnen Dokumente bzw. eine Verknüpfung mit Geodaten, um die durch die Umsortierung der Ortsgruppenkartei im Rahmen der NS-Prozesse und Entnazifizierungsverfahren verloren gegangene regionale Zuordnung zu ermöglichen.

Die Kartei, die zu ca. 80% erhalten ist, enthält knappe, formalisierte Angaben wie Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, Beruf, Mitgliedsnummer, Datum des Aufnahmeantrages, Eintrittsdatum, ggf. Beendigung der Mitgliedschaft, Adressänderungen, ein Passfoto. Auskünfte zu einzelnen Personen erteilt das Bundesarchiv auf Antrag. Für die Nutzung des Bestandes vor Ort ist eine vorherige Klärung der Zugangsberechtigung erforderlich.

Die National Archives in College Park (US-Bundesstaat Maryland) verfügen über eine Mikrofilmkopie des gesamten Materials.