Dolologie oder Lösung des Adventsrätsels

Aus den Statuten des Schweizer «Vereins Dolologie»: „Neben den offiziellen Wahrzeichen einer Stadt gelten diese Eisenobjekte [Kanaldeckel] manchen Flaneuren als «sehenswürdig»; eine Aufmerksamkeit, die in Liebhaberei und Kennerschaft münden kann.“
Für Alle, die die Lösung unseres diesjährigen Adventsrätsels bereits mit Spannung erwarten – die Kanaldeckel wurden im letzten Jahr fotografiert in:

  1. Berlin
  2. Hamburg
  3. Greifswald
  4. Bad Oldesloe
  5. Cheb (Eger)
  6. Katowice (Kattowitz)
  7. Naumburg

Vielen Dank für die Zuschriften, die allesamt richtig waren. Einige ließen uns ihren Lösungsweg nachvollziehen, der in der Regel über geschickte Anfragen an eine herkömmliche Suchmaschine führte. Manche(r) bekannte auch seine Leidenschaft für Kanaldeckel und schickte ein eigenes Foto ein, z.B. das hier verwendete aus Prag. Glückwunsch nach Forst/Lausitz an die Gewinnerin!

Adventsrätsel: Kanaldeckel-Heraldik

Die Geschichte der Kanalisation lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Die 1874 begründeten Berliner Anlagen zur Regen- Schmelz und Abwasserentsorgung umfassen heute fast 10 000 Kanalmeter.  Vom verzweigten Netz unterirdischer Wasserwege zeugen teils schlicht-funktionale, teils mit Wappen oder Sehenswürdigkeiten verzierte Abdeckungen der die Ober- mit der Unterwelt verbindenden Wartungsschächte – im Stadtgebiet nach Auskunft der Berliner Wasserbetriebe allein 243 894 Stück.

In unserem diesjährigen Adventsrätsel bitten wir um Herkunftsbestimmung der weiter unten abgebildeten Kanaldeckel.

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 1. Januar 2018, 24.00 MEZ an buero@archivauskunft.de.

Der/die Gewinner(in) hat freie Wahl im aktuellen Angebot der raubdruckerin.

Manuscriptorium

Das Digitalisierungsprojekt Manuscriptorium der tschechischen Nationalbibliothek bietet Zugang zu handschriftlichen und gedruckten Quellen zur böhmischen Geschichte in tschechischer, deutscher und lateinischer Sprache. Als „Zulieferer“ der Europeana bündelt es die historischen Sammlungen von 45 Institutionen wie Bibliotheken, Archive, Museen, Klöstern und Schlössern in und außerhalb Tschechiens. Die Nutzeroberfläche ermöglicht die Suche, Anzeige, Zusammenstellung sowie das Teilen von gemeinfreien Dokumenten.

Namensverzeichnisse Berliner Standesämter

Das Landesarchiv Berlin hat jüngst die Namensverzeichnisse zu den Personenstandsregistern der Berliner Standesämter digitalisiert und online verfügbar gemacht.

Die Vielzahl von Kirchgemeinden und (seit 1874) Standesämtern  erschweren die Familienforschung in Metropolen wie Berlin. Ist die Adresse der gesuchten Person bzw. Familie bekannt oder kann mit Hilfe der Berliner Adressbücher ermittelt werden, helfen Übersichten wie z.B. bei GenWiki bei der Zuordnung des zuständigen Standesamtes für das entsprechende Jahr. Allerdings erfolgte nicht in jedem Fall die Beurkundung von Geburt, Heirat oder Tod am Wohnort, sondern z.B. auch in der Nähe des Krankenhauses, wo die Person geboren wurde oder starb.

Die Digitalisierung erleichtert die Recherche erheblich und schont die Originaldokumente. Ein Archivbesuch erübrigt sich in vielen Fällen: Wurde die Urkundennummer im Namensverzeichnis ermittelt, kann direkt beim Archiv eine Kopie bestellt werden.