Berliner Juden- und Dissidentenregister im GStA

Für die Recherche nach Lebensdaten von Personen, die vor Einführung der Standesämter keiner christlichen Amtskirche angehörten, sind sog. Juden- bzw. Dissidentenregister (auch „Personenaufschreibungen“) eine wichtige Quelle.
Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA) in Berlin-Dahlem verwahrt Ablichtungen solcher Register für Geburten, Eheschließungen und Todesfälle in Berlin für die Jahre 1812-1874.

VIII. HA, J1 (D)
Juden- und Dissidentenregister Berlin
69 AE, 1812-1874
Findbuch, 1 Bd.

Gefangenenkartei der Berliner Strafanstalten aus der NS-Zeit

Das Landesarchiv Berlin verwahrt Karteien von Inhaftierten der Berliner Strafanstalten Plötzensee, Tegel, Charlottenburg, Barnimstraße und des Untersuchungsgefängnisses Moabit aus den Jahren 1934/35 bis 1945.

Die Karteikarten enthalten biografische Angaben, Hinweise auf den Tatvorwurf bzw. das Delikt, Haftdauer und Verlegungen sowie Aktenzeichen der zuständigen Strafvollstreckungsbehörden. Sie sind somit eine wichtige Quelle zur Untersuchung von Weg und Verbleib von Gefangenen innerhalb des Haftsystems des NS-Staates.

Nach bewilligtem Antrag auf Schutzfristverkürzung zur Einsichtnahme in personenbezogene Unterlagen gemäß § 9, Abs. 3 ArchGB können diese Karteien nun in digitalisierter Form im Lesesaal des Landesarchivs genutzt werden.

–> weitere Informationen zu den einzelnen Beständen auf der Internetseite des Landesarchivs

Dolologie oder Lösung des Adventsrätsels

Aus den Statuten des Schweizer «Vereins Dolologie»: „Neben den offiziellen Wahrzeichen einer Stadt gelten diese Eisenobjekte [Kanaldeckel] manchen Flaneuren als «sehenswürdig»; eine Aufmerksamkeit, die in Liebhaberei und Kennerschaft münden kann.“
Für Alle, die die Lösung unseres diesjährigen Adventsrätsels bereits mit Spannung erwarten – die Kanaldeckel wurden im letzten Jahr fotografiert in:

  1. Berlin
  2. Hamburg
  3. Greifswald
  4. Bad Oldesloe
  5. Cheb (Eger)
  6. Katowice (Kattowitz)
  7. Naumburg

Vielen Dank für die Zuschriften, die allesamt richtig waren. Einige ließen uns ihren Lösungsweg nachvollziehen, der in der Regel über geschickte Anfragen an eine herkömmliche Suchmaschine führte. Manche(r) bekannte auch seine Leidenschaft für Kanaldeckel und schickte ein eigenes Foto ein, z.B. das hier verwendete aus Prag. Glückwunsch nach Forst/Lausitz an die Gewinnerin!

Adventsrätsel: Kanaldeckel-Heraldik

Die Geschichte der Kanalisation lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Die 1874 begründeten Berliner Anlagen zur Regen- Schmelz und Abwasserentsorgung umfassen heute fast 10 000 Kanalmeter.  Vom verzweigten Netz unterirdischer Wasserwege zeugen teils schlicht-funktionale, teils mit Wappen oder Sehenswürdigkeiten verzierte Abdeckungen der die Ober- mit der Unterwelt verbindenden Wartungsschächte – im Stadtgebiet nach Auskunft der Berliner Wasserbetriebe allein 243 894 Stück.

In unserem diesjährigen Adventsrätsel bitten wir um Herkunftsbestimmung der weiter unten abgebildeten Kanaldeckel.

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 1. Januar 2018, 24.00 MEZ an buero@archivauskunft.de.

Der/die Gewinner(in) hat freie Wahl im aktuellen Angebot der raubdruckerin.