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NSDAP-Mitgliederkartei digitalisiert

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Foto: Tomasz Sienicki 2004 CC BY-SA 3.0

Die  heute im Bundesarchiv Berlin verwahrte NSDAP-Mitgliederkartei besteht eigentlich aus zwei Verzeichnissen:
Der alphabetisch nach Namen geführten „Zentralkartei“ sowie der ursprünglich nach Ortsgruppen gegliederten „Gaukartei“.

Die Digitalisierung der insgesamt ca. 12,7 Millionen Karteikarten ist nun abgeschlossen.
Da der Zugang durch datenschutzrechtliche Bestimmungen beschränkt ist und die Digitalisate lediglich durch eine grobe alphabetische Indexierung erschlossen sind, ändert sich für die Nutzung zunächst wenig. Das „Durchblättern“ der Kartei im Lesesaal kann nun wahlweise am PC oder an Lesegeräten für Mikroformen erfolgen.

Wünschenswert wäre eine Verschlagwortung der einzelnen Dokumente bzw. eine Verknüpfung mit Geodaten, um die durch die Umsortierung der Ortsgruppenkartei im Rahmen der NS-Prozesse und Entnazifizierungsverfahren verloren gegangene regionale Zuordnung zu ermöglichen.

Die Kartei, die zu ca. 80% erhalten ist, enthält knappe, formalisierte Angaben wie Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, Beruf, Mitgliedsnummer, Datum des Aufnahmeantrages, Eintrittsdatum, ggf. Beendigung der Mitgliedschaft, Adressänderungen, ein Passfoto. Auskünfte zu einzelnen Personen erteilt das Bundesarchiv auf Antrag. Für die Nutzung des Bestandes vor Ort ist eine vorherige Klärung der Zugangsberechtigung erforderlich.

Die National Archives in College Park (US-Bundesstaat Maryland) verfügen über eine Mikrofilmkopie des gesamten Materials.

 

Text also available in: Englisch

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