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Recherche & Redaktion in Berlin

2015/07/29
von buero

67. Deutscher Genealogentag in Gotha

In diesem Jahr wird der Genealogentag, eine jährliche Konferenz zum Thema Familienforschung, von der Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e.V.  ausgerichtet und findet vom 02. bis 04. Oktober 2015 unter dem Motto „25 Jahre Deutsche Einheit / 25 Jahre grenzenlos forschen“ in Gotha statt.
–> zum Programm

 

2015/06/29
von buero

Schlesisches Museum Kattowitz (Katowice)

Foto: Wikimedia Commons

Die oberschlesische Industriestadt Kattowitz (poln. Katowice) erlebte in der Zeit zwischen den Weltkriegen einen regelrechten Bauboom. Die Hauptstadt der nach der Angliederung an Polen neu gebildeten Autonomen Woiwodschaft Schlesien verlangte nach repräsentativen Gebäuden und einer nationalen Neuinterpretation regionaler Geschichte. Ein zentrales Projekt war Karol Schayers Schlesisches Museum (Muzeum Śląskie), das noch vor seiner Fertigstellung im September 1939 von den deutschen Okkupationstruppen als Symbol des Polentums zerstört wurde.

1984 neugegründet, residierte das Schlesische Museum zunächst im ehemaligen Grand Hotel Wiener, da der ursprüngliche Standort des Schayer-Baus anderweitig bebaut war. 2007 gewann das Grazer Büro Riegler Riewe den Wettbewerb für einen Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Katowice“.

Am vergangen Freitag (26. Juli 2015) wurde das neue Schlesische Museum mit großem Besucheransturm eröffnet.

Literatur:

 

 

2015/06/15
von buero

Lokalgeschichte in Österreich: Topothek

Topothek Triesterviertel Wien - Kinder vor dem Haus "Zur Spinnerin"

Topothek Triesterviertel Wien – Kinder vor dem Haus „Zur Spinnerin“

Topothek nennt man eine Plattform zur Erschließung und Online-Nutzung privater lokalhistorischer Sammlungen in Österreich. Die bisher 41 Topotheken sind im Verein Icarus gebündelt. Sie geben Interessierten die Möglichkeit, Digitalisate von Fotos, Plänen, Postkarten und anderer Dokumente und  Objekte der Allgemeinheit zugänglich zu machen und im Austausch mit der Orts- und Fachcommunity inhaltlich zu erschließen.

Das Beispiel zeigt eine Aufnahme von 1925 im Innenhof des Hauses „Zur Spinnerin“ im Wiener Triesterviertel. Erfasst werden Datum, Geodaten und Blickwinkel der Aufnahme, deren Urheber sowie Besitzer, Kommentare, Schlagworte und Verweise auf ähnliche Objekte in der Datenbank. Über die Fragefunktion wird zur weiteren Erschließung aufgerufen, hier z.B. in Bezug auf abgebildete Personen.

 

2015/05/04
von buero

Liste der Deportationen aus Berlin von 1941 bis 1945

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Informationstafel an der Quitzowstraße, Berlin-Moabit (Foto A. Genest)

Etwa 55 000 Juden wurden im Zweiten Weltkrieg aus Berlin deportiert und zumeist ermordet. Von Oktober 1941 bis Januar 1945 wurden an den Stationen Anhalter Bahnhof, Grunewald und nach neueren Forschungen vorwiegend vom Güterbahnhof Moabit insgesamt 61 Transporte abgefertigt. Zielorte waren Litzmannstadt (Łódź), Riga, Minsk, Lublin, Warschau, Sobibór, Raasiku, Theresienstadt und später Auschwitz. Auf der Homepage des Bezirksamtes Charlottenburg findet sich eine aktualisierte Aufstellung der Deportationen. Mit Hilfe der Daten aus den Berliner Gedenkbüchern und aktueller Studien zu den verschiedenen Berliner Sammellagern lassen sich Deportationswege einzelner Personen nachvollziehen.

Weiterführende Literatur:
Alfred Gottwaldt, Mahnort Güterbahnhof Moabit, Die Deportation von Juden aus Berlin, Verlag Hentrich & Hentrich, Berlin 2015.
Akim Jah, Die Deportation der Juden aus Berlin, die nationalsozialistische Vernichtungspolitik und das Sammellager Große Hamburger Straße, Berlin, Be.bra-Wiss.-Verl., 2013

2015/04/15
von buero

Regesta Imperii

riAls Regest (lateinisch res gestae, die getanen Dinge) bezeichnet man die Zusammenfassung des rechtsrelevanten Inhalts von Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die 1831 vom Frankfurter Stadtarchivar, Bibliothekar und Städeldirektor Johann Friedrich Böhmer begründeten Regesta Imperii (RI) verzeichnen urkundlich belegte Aktivitäten der römisch-deutschen Könige und Kaiser sowie einiger Päpste von der Karolingerzeit bis zum Beginn der Neuzeit. Das Quellenverzeichnis wird seitdem kontinuierlich fortgeführt und erweitert und ist inzwischen in digitalisierter Form online verfüg- und durchsuchbar.

 

2015/03/16
von buero

Höfer: Zweisprachige Karten für Mittel- und Osteuropa

hoeferEin nützlicher Begleiter auf regional- lokal- und familiengeschichtlichen Reisen sind die zweisprachigen Karten aus dem Höfer Verlag.
Nach 30 Jahren gab Verlagsgründer Klaus G. Höfer zum Jahresbeginn 2015 das Unternehmen an seinen Sohn Lars weiter. Erstmalig war der Verlag auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse vertreten.
Stadtpläne und Straßenkarten für Polen, die Tschechische Republik, Rumänien und das Baltikum enthalten Beschriftungen in der jeweiligen Landessprache sowie auf Deutsch und zeigen neben den aktuellen auch historische Orts-, Straßen-, Gebäude- und Geländebezeichnungen.
Das gesamte Verlagsprogramm ist auch als App verfügbar, leider nur für Apple-Geräte.

2015/02/05
von buero

WGA-Datenbank

wga
Das Landesarchiv Berlin bewahrt mehr als 800,000 Akten über Entschädigungsfälle, die gemäß der aliierten Rückerstattungsanordnung (REAO) von 1949 sowie des 1957 in Kraft getretenen Bundesrückerstattungsgesetzes von den zuständigen Berliner Ämtern bearbeitet wurden. Die WGA-Datenbank ermöglicht die Online-Recherche in den Daten des 420,000 Karten umfassenden Fallindex des Bestandes.
(B Rep 025, Wiedergutmachungsämter [WGA] von Berlin)