archivauskunft.de

Recherche & Redaktion in Berlin

2014/09/15
von buero

Verlustlisten Erster Weltkrieg

verlustlisten_wk1

Da durch die Zerstörung wichtiger Archive im Zweiten Weltkrieg nur wenige Daten zu Kriegsteilnehmern des Ersten Weltkrieges überliefert sind, bilden die von 1914 bis 1919 im Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger herausgegebenen Verlustlisten oft die einzige Quelle zu personenbezogenen Recherchen in diesem Bereich.
Der Verein für Computergenealogie hat diese im Rahmen eines Projektes digitalisiert, mittels Crowdsourcing vollständig indiziert und mehr als 8,5 Mio. Datensätze über eine Online-Datenbank erschlossen.
Eine Person kann dabei mehrfach gelistet sein – als Verwundeter, Vermisster und/oder Gefallener.

 

2014/08/11
von buero

Veikkos Archiv

Logo Veikkos ArchivEinem Artikel im letzten Straßenfeger verdanken wir den Hinweis auf Veikkos Archiv: Der Antiquar Veikko Jungbluth hat historische Postkarten, Siegel- und Reklamemarken digitalisiert, mit Textinformationen erweitert und seine Sammlung in einem Wiki zugänglich gemacht. Er lädt die interessierte Öffentlichkeit, vor allem Lokalhistoriker und Heimatvereine ein, an diesem lebendigen Archiv der Alltagsgeschichte mitzuwirken und Kiezgeschichten, Chroniken, Tagebuchnotizen, Fotos oder Amateurvideos beizutragen. Schon jetzt kann man die gesammelten Daten als als Reiseführer benutzen, gerade an Orten abseits ausgetretener Pfade. Dafür lädt man sich die kostenlose Augmented-Reality-App “Wikitude World Browser” aufs Smartphone, gibt “Veikkos Archiv” ins Suchfeld ein, speichert es als Favorit und bekommt derzeit an über 500 Orten in Deutschland historische Bilder und Informationen in der Nähe des jeweiligen Standortes angezeigt.

2014/06/09
von buero

YIVO-Portal “Jewish Life in Poland”

Das heute vor allem für sein Engagement zur Standardisierung und Verbreitung des Jiddischen bekannte YIVO Institute for Jewish Research  hat sein historisches Archiv digitalisiert und über das Online-Portal “Jewish Life in Poland”  zugänglich gemacht.
Gegründet 1925 in Wilna/Vilnius als erste säkulare Institution zur Erforschung und Pflege der jiddischen Sprache und Kultur und seit 1940 verfolgungs-/kriegsbedingt in New York fortgeführt, verfügt es heute über die weltweit bedeutendste Sammlung zur jüdischen Geschichte und Kultur in Mittel- und Osteuropa.
Das Portal bietet zahlreiche Suchoptionen sowie formale und thematische Einstiegpunkte wie die  YIVO-Enzyklopädie “Juden in Osteuropa”, eine umfangreiche Fotodatenbank, Kartenmaterial,  Amateurfilme US-amerikanischer Besucher in Vorkriegspolen, das Max- und Frieda-Weinstein-Tonarchiv und den Online-Katalog der YIVO-Bibliothek.
Auch für Jiddisch-Interessierte bietet das Webportal vielfältiges Hör- Lese- und Übungsmaterial. Hier unser Versuch einer Transliteration des nebenstehenden Plakats nach YIVO-Standardiudisher turn sport fereyn in tshenstokhau.. suntig den 12 oygust 1917 vetk..kumen der ershter vetkampf mit anteyl fon iudisher turn-fereyn’s in poylen

2014/05/09
von buero

DIO – Deutsche Inschriften Online

Deutsche Inschriften OnlineDas Editionsprojekt “Die Deutschen Inschriften”  (DI) verzeichnet mittelalterliche und frühneuzeitliche Inschriften bis zum Jahr 1650 aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Begründet wurde es 1934 als Gemeinschaftsunternehmen der wissenschaftlichen Akademien in Deutschland und Österreich auf Initiative des Germanisten Friedrich Panzer (Heidelberg) unter wesentlicher Mitwirkung der Historiker Karl Brandi (Göttingen) und Hans Hirsch (Wien). Das Portal “Deutsche Inschriften Online” (DIO) bietet über die sukzessive digitalisierten Editionsbänden hinaus eine Volltextsuche, Photos der Inschriften, ein Glossar, Aktuelles aus der Paläographie und eine themenbezogene Linkliste.

2014/04/09
von buero

Kirchlicher Suchdienst

Homepage Kirchlicher Suchdienst

Homepage Kirchlicher Suchdienst

Der Kirchliche Suchdienst wurde unmittelbar nach Kriegsende von Caritas und Diakonie für deutsche Flüchtlinge, Vertriebene, Spätaussiedler und deren Angehörige eingerichtet. In den Heimatortskarteien (HOK) sind heute mehr als 20 Millionen Personen namentlich nach ihren ehemaligen Wohnorten registriert. Neben den Personendaten sind auch Informationen zu den Familienstrukturen, zu Angehörigen, zum Wohnsitz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und in vielen Fällen auch Hinweise zum Schicksalsweg vorhanden. Anfragen können über Kontaktformulare in Deutsch, Polnisch, Russisch und Englisch gestellt werden.


Kirchlicher Suchdienst
Lessingstraße 1
80336 München
 (0 89) 544 97 – 201
 (0 89) 544 97 – 207
info@kirchlicher-suchdienst.de

 

 

2014/03/10
von buero

Jüdisches Adressbuch für Gross-Berlin 1931

kaufhaus_joseph
Die  Zentral- und Landesbibliothek Berlin macht mit einem Digitalisat der Ausgabe 1931 des zuerst mit Ausg. 1929/30 (1929) erschienenen Adreßbuchs ein im Original nur in wenigen Bibliotheken erhaltenes Nachschlagewerk online zugänglich. Der Hauptteil verzeichnet alphabetisch mit Anschrift und Angabe des Berufes oder der Stellung ca. 71.000 Berliner Haushaltsvorstände jüdischer Konfession. Der redaktionelle Teil liefert einen Abriss zu Geschichte und Situation der jüdischen Gemeinde(n) und listet deren Organe, Synagogen und soziale Einrichtungen, jüdische Vereine, Presse sowie politische Verbände mit Namen und Adresse der jeweiligen Vorstände bzw. Ansprechpartner. Ein interessantes Zeitdokument der frühen 30er Jahre des letzten Jahrhunderts ist auch der Branchenteil mit Werbeanzeigen verschiedenster Berliner Unternehmen.

Jüdisches Adressbuch für Gross-Berlin, Berlin : Goedega Verl.-Ges, 1929-1932

2014/02/06
von buero

Lastenausgleichsarchiv Bayreuth

Das Lastenausgleichsarchiv im oberfränkischen Bayreuth sammelt und erschließt Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgenrechts vom 06. Januar 1988 (BGBl. I S. 65).
Folgende Bestandsgruppen sind für Forschungen zum Zweiten Weltkrieg, Zwangsmigration aus ehemalig deutschen Ostgebieten sowie Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa, aber auch für die Suche nach Angehörigen, genealogische sowie orts- und regionalgeschichtliche Fragestellungen von Interesse:

  1. Akten der Ausgleichsverwaltung: Feststellungsakten der Ausgleichsämter, Überlieferung der Heimatauskunftstellen und des Hauptamtes für Soforthilfe/Bundesausgleichsamt
  2. Heimatortskarteien: personenbezogene Suchdienstunterlagen der kirchlichen Wohlfahrtsverbände, seit 2013 für Nutzung gesperrt, Anfragen sind an den –> kirchlichen Suchdienst in München zu richten
  3. Ostdokumentation: Erlebnisberichte (vorwiegend Fragebögen) zur Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost- Mittel- und Südosteuropa, Gemeindeseelenlisten

Bundesarchiv
Außenstelle Bayreuth (Lastenausgleichsarchiv)
Telefon: 0921/4601-0
Fax: 0921/4601-111
E-Mail: laa@bundesarchiv.de
Dr.-Franz-Straße 1
95445 Bayreuth
Postfach 50 25
95424 Bayreuth
Öffnungszeiten Mo. – Do.: 08:00 Uhr – 17:00 Uhr Fr.: 08:00 Uhr – 15:00 Uhr

Lastenausgleichsarchiv

Andreas Leipold: Das Lastenausgleichsarchiv Bayreuth als Träger familiengeschichtlicher Quellen, Greifswald 2012

Ders.Nützliche Quellen aus dem Lastenausgleichsarchiv Bayreuth in: Sedina-Archiv 4/2011, S. 218ff. (–> Volltext, PDF)