archivauskunft.de

Recherche & Redaktion in Berlin

2014/04/09
von buero

Kirchlicher Suchdienst

Homepage Kirchlicher Suchdienst

Homepage Kirchlicher Suchdienst

Der Kirchliche Suchdienst wurde unmittelbar nach Kriegsende von Caritas und Diakonie für deutsche Flüchtlinge, Vertriebene, Spätaussiedler und deren Angehörige eingerichtet. In den Heimatortskarteien (HOK) sind heute mehr als 20 Millionen Personen namentlich nach ihren ehemaligen Wohnorten registriert. Neben den Personendaten sind auch Informationen zu den Familienstrukturen, zu Angehörigen, zum Wohnsitz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und in vielen Fällen auch Hinweise zum Schicksalsweg vorhanden. Anfragen können über Kontaktformulare in Deutsch, Polnisch, Russisch und Englisch gestellt werden.


Kirchlicher Suchdienst
Lessingstraße 1
80336 München
 (0 89) 544 97 – 201
 (0 89) 544 97 – 207
info@kirchlicher-suchdienst.de

 

 

2014/03/10
von buero

Jüdisches Adressbuch für Gross-Berlin 1931

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Die  Zentral- und Landesbibliothek Berlin macht mit einem Digitalisat der Ausgabe 1931 des zuerst mit Ausg. 1929/30 (1929) erschienenen Adreßbuchs ein im Original nur in wenigen Bibliotheken erhaltenes Nachschlagewerk online zugänglich. Der Hauptteil verzeichnet alphabetisch mit Anschrift und Angabe des Berufes oder der Stellung ca. 71.000 Berliner Haushaltsvorstände jüdischer Konfession. Der redaktionelle Teil liefert einen Abriss zu Geschichte und Situation der jüdischen Gemeinde(n) und listet deren Organe, Synagogen und soziale Einrichtungen, jüdische Vereine, Presse sowie politische Verbände mit Namen und Adresse der jeweiligen Vorstände bzw. Ansprechpartner. Ein interessantes Zeitdokument der frühen 30er Jahre des letzten Jahrhunderts ist auch der Branchenteil mit Werbeanzeigen verschiedenster Berliner Unternehmen.

Jüdisches Adressbuch für Gross-Berlin, Berlin : Goedega Verl.-Ges, 1929-1932

2014/02/06
von buero

Lastenausgleichsarchiv Bayreuth

Das Lastenausgleichsarchiv im oberfränkischen Bayreuth sammelt und erschließt Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgenrechts vom 06. Januar 1988 (BGBl. I S. 65).
Folgende Bestandsgruppen sind für Forschungen zum Zweiten Weltkrieg, Zwangsmigration aus ehemalig deutschen Ostgebieten sowie Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa, aber auch für die Suche nach Angehörigen, genealogische sowie orts- und regionalgeschichtliche Fragestellungen von Interesse:

  1. Akten der Ausgleichsverwaltung: Feststellungsakten der Ausgleichsämter, Überlieferung der Heimatauskunftstellen und des Hauptamtes für Soforthilfe/Bundesausgleichsamt
  2. Heimatortskarteien: personenbezogene Suchdienstunterlagen der kirchlichen Wohlfahrtsverbände, seit 2013 für Nutzung gesperrt, Anfragen sind an den –> kirchlichen Suchdienst in München zu richten
  3. Ostdokumentation: Erlebnisberichte (vorwiegend Fragebögen) zur Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost- Mittel- und Südosteuropa, Gemeindeseelenlisten

Bundesarchiv
Außenstelle Bayreuth (Lastenausgleichsarchiv)
Telefon: 0921/4601-0
Fax: 0921/4601-111
E-Mail: laa@bundesarchiv.de
Dr.-Franz-Straße 1
95445 Bayreuth
Postfach 50 25
95424 Bayreuth
Öffnungszeiten Mo. – Do.: 08:00 Uhr – 17:00 Uhr Fr.: 08:00 Uhr – 15:00 Uhr

Lastenausgleichsarchiv

Andreas Leipold: Das Lastenausgleichsarchiv Bayreuth als Träger familiengeschichtlicher Quellen, Greifswald 2012

Ders.Nützliche Quellen aus dem Lastenausgleichsarchiv Bayreuth in: Sedina-Archiv 4/2011, S. 218ff. (–> Volltext, PDF)

 

2014/01/05
von buero

Mezuzy.pl und Lösung des Adventsrätsels

Die Lösung unseres diesjährigen Rätsels lautet “Mesusa“. Das hebräische Wort “Mesusa” (Pl. Mesusot) bedeutet „Türpfosten“. Es bezeichnet ein Stück Pergament, auf dem das jüdische Gebet Schema Jisrael (Deuteronomium 6:4-9, 11:13-21) steht. Das Pergament befindet sich in einem kleinen länglichen Behältnis, das  im oberen Drittel des rechten Türpfostens angebracht und beim Betreten des Hauses berührt wird. Mit dem Anbringen der Mesusa erfüllen Juden das biblische Gebot aus Deuteronomium 6,9 und 11,20: “Du sollst sie [diese Worte] auf die Türpfosten deines Hauses und deiner Tore schreiben”

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Das erste Bild zeigt noch einmal Vertiefungen für Mesusot an einem Hauseingang. Daneben sieht man ein Metallbehältnis, welches das Pergament enthält. Das Behältnis kann auch aus anderen Materialien wie Holz, Keramik, Glas oder Stein bestehen.
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Das Wort “Schadai” (oder manchmal stattdessen auch nur der Buchstabe Schin) ist einer der biblischen Gottesnamen. Gleichzeitig kann “Schadai” aber auch als Akronym für „Schomer daltot Jisrael“ (Beschützer der Türen Israels) gelesen werden.  Auf der gleichen Seite des Pergaments finden sich die aufeinander folgenden Gottesnamen aus Deuteronomium 6,4 in chiffrierter Form.

Auf der anderen Seite des Pergaments sieht man das vollständige Gebet “Schema Jisrael”.
(Mesusa aus einem Berlin-Tempelhofer Nachlass im Antiquariat Tode, Fotos: A.Genest)

Wer den Blick für solche Spuren jüdischer Geschichte schärfen möchte, findet weitere Beispiele auf der polnischsprachigen Website Mezuzy.pl. Das Online-Projekt sammelt Informationen über erhaltene Mesusot in Museen und privaten Sammlungen sowie Fotos ihrer Spuren an Türen und Eingängen in ganz Polen (–> Liste der Städte).

Unsere Fotos wurden allerdings in der Ukraine aufgenommen,  in der Altstadt von Lemberg/Lviv. Die Preise enthielten versteckte Hinweise: Der Fußball auf die EM-Stadt 2012, die Rebsorte “Blaufränkisch” ist auch unter dem Namen “Lemberger” bekannt und der Komponist Ali Beg Ufqi alias Wojciech Bobowski wurde um 1600 in Lemberg/Lwów geboren.

 

2013/12/02
von buero

Adventsrätsel: Fassaden-Geschichten

Fassaden erzählen Stadtgeschichte. Hinter abblätternder Farbe und bröckelndem Putz erkennt man Bilder…
fres
Buchstaben, Worte, Inschriften…
von
in dem heutigen Betrachter mehr oder weniger bekannten Sprachen…fen
Zuweilen werden Spuren einstiger Bewohner, Geschäftsinhaber oder Besitzer besonders hervorgehoben, um Zeitreisende anzulocken…obu
Anderswo gibt es weniger Hilfestellung beim Fassadenlesen. Wozu könnten diese Vertiefungen einmal gedient haben?tue

Fotos: A. Genest 2013

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 1. Januar 2014, 24.00 MEZ an buero@archivauskunft.de.
Die drei Gewinner können einen der drei folgenden Preise wählen:

  • Eine Flasche Blaufränkisch 2011 vom Weingut Umathum Frauenkirchen/Burgenland
  • Ali Beg Ufqi et al.: One God – Psalmen & Hymnen aus Orient & Okzident / Pera-Ensemble Istanbul, Mehmet C. Yesilcay (Audio-CD)
  • Fußball Adidas TANGO 12 Top Replique Christmas

Eine Zu- oder Ersatzfrage für Alle, die das Rätsel zu leicht oder zu schwer finden:
In welcher Stadt wurden alle 4 Fotos aufgenommen? Die Preise weisen den (Um-)Weg!

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2013/10/30
von buero

ELA: Datenbank Bevölkerungslisten in polnischen Archiven

Die Datenbank ELA (Ewidencje Ludności w Archiwaliach) der Generaldirektion der Polnischen Archive weist zu verschiedenen Zwecken erstellte Bevölkerungslisten in den Beständen polnischer Staatsarchive nach. Gesucht werden kann nach Ort (aktueller polnischer Ortsname), Bestandsbezeichnung (meist in polnischer Sprache oder an diese angelehnt, aber auch je nach Zeit und Region in der Quellensprache Deutsch oder Russisch), Laufzeit der Akten und einem Klassifikationskürzel (Erklärung/Übersetzung siehe Tabelle unten).

areszt  aresztanci, więźniowie, poszukiwani, śledzeni, indagowani, agenci, szpiedzy, egzekucje, wywiezieni do obozów Häftlinge, Deportierte, Gefangene
aut  autochtoni Autochtone (traditionell ortsansässige Bevölkerung)
cudz cudzoziemcy Ausländer
czas mieszkańcy tymczasowi, ludność niestała nichtseßhafte Bevölkerung
dd wychowankowie domów dziecka Zöglinge von Kinderheimen
dow  dowody tożsamości, paszporty Ausweise, Pässe
duch  duchowni Geistliche
gosp gospodarstwa domowe lub rodzinne Haushalte und Familien
in inni – np. przyjęci do prawa miejskiego, wywożeni na roboty, właściciele gospodarstw Sonstige, z.B. Verleihung des Stadtrechts, zur Arbeit Herangezogene, Eigentümer von Gütern
jen jeńcy (Kriegs-) Gefangene
kl więźniowie obozów koncentracyjnych Häftlinge in Konzentrationslagern
lst  ludność stała seßhafte Bevölkerung
meld księgi meldunkowe, rejestry meldunkowe Melderegister
metr akta metrykalne, akta stanu cywilnego Kirchenbücher, Standesamtsunterlagen (besser in der Datenbank Pradziad nachgewiesen)
mkd mężczyźni, kobiety, dzieci, młodzież Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche
nar  np. Żydzi, Cyganie, osoby o nieokreślonej przynależności państwowej Juden, Zigeuner, Personen mit unbestimmter Herkunft
part  członkowie partii Parteimitglieder
pob poborowi, rekruci, rezerwiści, landwerzyści Musterungslisten, Rekruten, Reservisten, Landwehr
pod  podatnicy Steuerzahler
pos posłowie, deputowani, radni Abgeordnete, Räte
rep  repatrianci Repatrianten
ruch ruch ludności – przybywający i wyjeżdżający, przesiedleńcy, uchodźcy, osadnicy Bevölkerungsbewegung, Zu- und Weggezogene, Umsiedler, Flüchtlinge, Siedler
sp  spis powszechny Volkszählung
skor  skorowidze do ksiąg – ludności stałej i niestałej, meldunkowych Index zum Melderegister
ucz uczniowie, wychowankowie szkół, absolwenci Schüler, Absolventen
volk  volkslisty (Deutsche) Volksliste, DVL
wojsk  wojskowi, powstańcy Militärs, Aufständische
wyb spisy wyborców Wählerlisten
wyzn grupy wyznaniowe Religionsgemeinschaften
zaw grupy zawodowe – urzędnicy, czeladnicy, rzemieślnicy itp. Berufsgruppen – Beamte, Gesellen, Handwerker etc.

2013/10/08
von buero

Melderegister Poznań/Posen online

Eine wichtige genealogische, lokal- und sozialgeschichtliche Quelle sind Melderegister, die ausführliche Informationen (Heirat, Geburt, Tod, Herkunft des Zu- und Ziel des Wegzugs, Beruf, Adresse(n), auch Vermieter) über die ortsansässigen Personen bzw. Familien enthalten. Sie beginnen meist Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts, sind aber häufig nicht oder nur unvollständig überliefert. Wegen ihres oft schlechten Erhaltungszustands sind sie in der Regel für die Nutzung gesperrt, Auskünfte mit langen Wartezeiten und nicht unerheblichen Gebühren verbunden. Das Staatsarchiv Posen (Archiwum Panstwowe w Poznaniu) stellt über die Plattform “Szukaj w Archiwach”  Digitalisate zur freien Nutzung zur Verfügung. Das Melderegister der Stadt Posen/Poznań umfasst den Zeitraum 1870-1931, in welchem eine polnisch-jüdisch-deutsch gemischte Bevölkerung in der Stadt lebte und es eine starke Binnenmigration und Auswanderung Richtung Westen und Übersee gab. Bisher sind Scans bis zum Buchstaben “M” verfügbar ( –> Alphabetische Liste).