Update: BKG-Datenbank Historische Ortsnamen

Seit ca. 16 Jahren geben wir an dieser Stelle Hinweise auf nützliche Informationsangebote im Bereich Historische Hilfswissenschaften. Das Archiv unserer „Tipps des Monats“ bietet inzwischen eine solide Grundlage für den Einstieg in die Archivrecherche und die Arbeit mit Quellen. Ältere Einträge bedürfen allerdings von Zeit zu Zeit einer Aktualisierung, die über die Korrektur von Links und Adressen hinausgeht.
Im Februar 2007 empfahlen wir die Datenbank „Historische Ortsnamen“ des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG), bis heute unsere bevorzugte Referenz für Ortsnamen ehemals zu Deutschland gehöriger Gebiete.
Das Suchergebnis listet die historische, parallele und aktuelle Ortsbezeichnung in der jeweiligen Landessprache sowie Staat und Verwaltungsbezirk für die Jahre 1939, 1945 und 1992 (siehe Anwendungsbeispiel auf dem Bildschirmfoto).
Die Anwendung wird über ein Java-Applet realisiert, das von einigen Browsern nur über den Umweg einer Ausnahmeerteilung in den Sicherheitseinstellungen ausgeführt wird:

  1. Aktualisierung Java Runtime Environment
  2. Java Control Panel/Sicherheit/Ausnahmeliste: „http://sg.geodatenzentrum.de“
  3. Download und Ausführen von HistoNameApplet.jnlp

European Holocaust Research Infrastructure (EHRI)

European Holocaust Research Infrastructure (EHRI) bietet Zugang zu Informationen über Quellen zur Geschichte des Holocaust, die in Archiven in Europa und weltweit verwahrt werden.
Das Portal gliedert sich in die Bereiche „Länder“, „Archive“ und „Bestandsbeschreibungen“ und bietet neben einer Freitextsuche in den Metadaten auch Navigationsmöglichkeiten über ein kontrolliertes Vokabular (Thesaurus), Facetten und Filter.
Die Menüelemente und Suchergebnisse können in Englisch, Französisch, Deutsch und Polnisch angezeigt werden, die beschreibenden Texte zu den Archiven und Beständen sind allerdings nur in Englisch verfügbar. Begibt man sich auf die Ebene der Findmittel oder nimmt vor Ort Einsicht in die überlieferten Dokumente, sind ohnehin Kenntnisse der jeweiligen Landessprache und/oder der Sprache, in der die Quellen verfasst wurden, erforderlich.

Leonardologische Zitierweise oder die Lösung des Adventsrätsels

Wie in jedem Jahr gab es wieder eine harte Nuss zu knacken, und wieder fanden sich Mutige, die diese Herausforderung angenommen und sich dabei über die Distanz von nunmehr fünf Jahrhunderten der Person und dem Werk von Leonardo da Vinci angenähert haben.
Vielen Dank für die eingesandten Lösungen, die allesamt von einer intensiven und phantasievollen Auseinandersetzung mit dem Thema zeugen. Glückwunsch nach Pasadena (Kalifornien) an die Gewinnerin!

Mit unserem Rätsel wollten wir am Beispiel der in alle Welt zerstreuten und in verschiedene Kodizes neu gebundenen Notizen da Vincis zeigen, wie schwierig es ist, Handschriften zu recherchieren, zu lesen und zu referenzieren. Wie auch bei gedruckten Werken lässt sich die Richtigkeit einer Quellenangabe ohne Prüfung am Original nicht sicher beurteilen.
Alle Einsendungen enthielten allerdings Sammlungs-, Kodex- und Blattangabe sowie Hinweise auf Sekundärliteratur wie Kataloge, Fachpublikationen, Fabeleditionen, Faksimiles, Transliterate und Digitalisate und genügen somit dem Leonardologen-Standard.


Adventsrätsel: Der fabelhafte Leonardo

Leonardo da Vinci, dessen Todestag sich im kommenden Jahr zum 500. Mal jährt, studierte nicht nur Körper und Bewegung der Tiere, sondern auch deren Charakter.
Seine Beobachtungen zum Wesen einzelner Arten hielt er in kurzen, skizzenhaften, oft unfertigen Fabeln fest. Daraus eine lesbare Geschichte zu machen, blieb meist den späteren Herausgebern und Übersetzern überlassen.
Etwa 7200 Seiten seiner Notizbücher zu verschiedensten Themen sind überliefert, in Spiegelschrift verfasst und reich illustriert. Sie befinden sich heute verstreut in verschiedenen Sammlungen in Europa und Nordamerika.
Da Vinci gewann seine Erkenntnisse durch genaue Beobachtung und Vorstellungskraft, nicht durch das Quellen- und Literaturstudium. Für unser Rätsel akzeptieren wir aber beide Ansätze:

Die Leonardo-Lösung: Eine Fabelidee im Stil da Vincis mit einem oder mehreren der oben abgebildeten Tiere

Die Leonardologen-Lösung: Ein Titel zu einer überlieferten Fabel da Vincis mit einem oder mehreren der oben abgebildeten Tiere mit Quellenangabe der Handschrift (Sammlung, Codex, Blattangabe)

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 1. Januar 2019, 24.00 MEZ an buero@archivauskunft.de.

Der/die Gewinner(in) kann einen der drei folgenden Preise wählen:

  1. Walter Isaacson: Leonardo da Vinci
    Aus dem Amerikanischen von Karin Schuler und Andreas Thomsen
    Propyläen/Ullstein Verlag, Berlin 2018 (wahlweise Original)
  2. Charity Children: Fabel (CD oder Vinyl)
  3. Moleskine Notizbuch Kollektion Klassik, Farbe nach Wahl